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Veranstaltungen für alle: Das neue Programm von Studium generale und Colloquium politicum der Universität Freiburg

Im Sommersemester geht es unter anderem um die Grundlagen und den aktuellen Zustand der Demokratie sowie um zwei Leitfiguren der Moderne: Immanuel Kant und Franz Kafka

Freiburg, 11.04.2024

Veranstaltungen für alle: Das neue Programm von Studium generale und Colloquium politicum der Universität Freiburg

Studium generale, Grafik: Universität Freiburg

Eine lebendige Universität in der Mitte der Gesellschaft, offen für alle: Das ist die Grundidee von Studium generale und Colloquium politicum. Das Programm richtet sich an Interessierte innerhalb und außerhalb der Universität Freiburg und enthält im kommenden Sommersemester ab Mitte April wieder zahlreiche Vorlesungsreihen, Einzelvorträge, Diskussionsveranstaltungen und Lesungen zu wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Themen. „Wir bieten ein großes Buffet“, sagt Prof. Dr. Werner Frick, Leiter des Studium generale: „Alle sind eingeladen, sich selbst ihr individuelles Menü daraus zusammenzustellen und dabei nicht zu sparen.“

„Samstags-Uni“, Kant und Kafka

Wie geht es der Demokratie in der Gegenwart, was sind ihre historischen Wurzeln, ihre tragenden Prinzipien und ihre aktuellen oder künftigen Gefährdungen? Das ist im Superwahljahr 2024 die Leitfrage der „Samstags-Uni“. Sie steht unter der Überschrift „Demokratie – Grundlagen und Herausforderungen“. „Wir werden dieses derzeit ja hochaktuelle, teilweise auch bedrückende Thema in einer weiten interdisziplinären Perspektive mit wirklich hochkarätigen Expertinnen und Experten durchleuchten“, sagt Frick. Es sprechen unter anderen der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, die Historiker Prof. Dr. Ulrich Herbert, Prof. Dr. Jörn Leonhard und Prof. Dr. Kiran Klaus Patel sowie der Soziologe Prof. Dr. Steffen Mau. „Wir begreifen die Samstags-Uni auch selbst als ein demokratisches Forum“, sagt Frick, „ich bin sehr gespannt auf die Diskussionen im Anschluss an die Vorträge“. Die Veranstaltungsreihe, inzwischen in ihrer 33. Staffel, wird gemeinsam mit der Volkshochschule Freiburg und in diesem Semester auch in Zusammenarbeit mit dem Colloquium politicum und der Katholischen Akademie angeboten.

Eine zweite, ebenfalls prominent besetzte Vortragsreihe steht in diesem Semester unter dem Titel „Zwei Leitfiguren der Moderne: Immanuel Kant und Franz Kafka“. Anlass sind zwei Gedenktage: der dreihundertste Geburtstag Kants und der hundertste Todestag Kafkas. „Wir wollen diese Wegmarken nutzen, um zu fragen, was uns diese philosophischen und literarischen Klassiker der Moderne heute noch zu sagen haben, wie sie unsere Gegenwart eventuell vorgeprägt haben und wie sie sich im Horizont unserer eigenen Aktualität ausnehmen“, sagt Frick. Die zwölf Vorträge der Reihe finden jeweils mittwochabends statt und beschäftigen sich in wöchentlichem Wechsel mit zentralen Aspekten des Werks von Kant und Kafka. Die Beiträge der Reihe werden ebenso wie die der „Samstags-Uni“ aufgezeichnet und sind anschließend über einen längeren Zeitraum online unter www.studiumgenerale.uni-freiburg.de abrufbar.

Bücher, Rezitationen, Filme

Diskussionsveranstaltungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Studium generale. Hierzu zählt die Reihe „Bücher, über die man spricht“, in der Autor*innen ihre Werke vorstellen und anschließend mit Fachleuten sowie dem Publikum besprechen. Zu Gast sind diesmal unter anderen die Freiburger Historikerin Dr. Helena Barop mit ihrem Buch „Der große Rausch. Warum Drogen kriminalisiert werden“ sowie der Leipziger Germanist Prof. Dr. Dirk Oschmann mit „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“. Die Reihe „Gespräche über ausgewählte Inszenierungen“ widmet sich wieder ausgewählten Produktionen am Theater Freiburg, darunter eine Neuformulierung von Mozarts Zauberflöte, die Gaming-Oper „Game On: Zauberflöte“.

Die künstlerische Sparte des Studium generale „Rezitation, Film und Theater“ steht im Sommer im Zeichen des Jubilars Franz Kafka: In Kooperation mit dem „Theater Spielzimmer“ unternehmen der Freiburger Schauspieler Michael Barop und Prof. Dr. Werner Frick eine szenische Promenade durch Kafkas Prosa. Und die Kinoreihe „Literaturfilm: Kafka“ präsentiert in Zusammenarbeit mit dem aka-Filmclub Klassiker und Kurzfilme aus der Geschichte des internationalen Kafka-Films.

Seminare und Exkursionen

Auch ein Seminar widmet sich im Sommersemester Kafka, es trägt den Titel „Franz Kafka, der Meister der kleinen Form“. Ein zweites Seminar befasst sich mit „Kant als Philosoph der Aufklärung“. Die Seminare finden jeweils an sechs Abenden statt. Für die Teilnahme braucht es außer Neugier und Aufgeschlossenheit keine spezifischen Voraussetzungen. Für Seminare wird ebenso wie für die stadtgeschichtlichen Exkursionen im Programm ein moderater Teilnahmebeitrag – mit Ermäßigung für Studierende – erhoben; außerdem ist die Zahl der Plätze beschränkt, weshalb sich eine baldige Anmeldung empfiehlt (siehe unten).

Einzelvorträge und Reihen

Einzelvorträge fasst das Studium generale unter dem bewusst offen gehaltenen Reihentitel „Faszination Wissenschaft“ zusammen. Die Veranstaltungen dieser Serie bieten lebendige Einblicke in die Vielfalt universitärer Forschungsthemen von den Geistes- und Kulturwissenschaften über die Sozialwissenschaften bis zu Natur- und Technikwissenschaften.

Eine Ringvorlesung in Kooperation mit dem Historischen Seminar und dem Seminar für Alte Geschichte widmet sich dem Thema „Die gehegte Natur – eine transkulturelle Gartengeschichte“. Die neue, auf mehrere Semester angelegte Reihe „Über Leben im Anthropozän“ findet in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie, der neu gegründeten Günther-Anders-Forschungsstelle der Universität Freiburg und dem Theater Freiburg statt. Und eine Vortragsreihe der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft trägt den Titel „Architektur, Kommunikation und Identifikation: Neue Fragen – neue Blicke“.

Colloquium politicum

Neben der „Samstags-Uni“ zum Zustand der Demokratie wird sich das Programm des Colloquium politicum auch in diesem Sommersemester in vielen Einzelvorträgen, Podiumsdiskussionen, Streitgesprächen und Vortragsreihen ausführlich mit politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen befassen. Am 15. April 2024 eröffnet das Colloquium politicum das Sommersemester mit den „FRIAS Freiburger Horizonten“: Der Historiker und Journalist Joseph Croitoru wird sein Buch „Die Hamas. Herrschaft über Gaza, Krieg gegen Israel“ vorstellen. Außerdem sprechen unter anderem die Philosoph*innen Jun.-Prof. Dr. Amrei Bahr zum Thema „Wissenschaft mit Haltung. Die Universität in Zeiten der Bedrohung unserer Demokratie“ sowie Prof. Dr. Andreas Urs Sommer über sein Buch „Entscheide Dich! Der Krieg und die Demokratie“.

Im April und Juni finden zwei „Freiburger Afrikagespräche“ statt; weitere Veranstaltungen befassen sich mit COVID-19 und studentischer Migration sowie Künstlicher Intelligenz. Vier Vortragsreihen beschäftigen sich mit der Frage „Europa quo vadis? Die Europäische Union vor den Wahlen“, mit dem Thema „Beispiellos: die US-Präsidentschaftswahlen 2024“, mit dem Einfluss von Comics und Science-Fiction-Literatur auf die europäische beziehungsweise chinesische Gesellschaft unter dem Titel „Fantasie und China“ sowie – als Webtalks – mit dem Thema „Freiburg und die Region in der Zeit des Nationalsozialismus. Versuch einer lokalen und regionalen Bestandsaufnahme“.

 

Vollständiges Programm des Studium generale unter
www.studiumgenerale.uni-freiburg.de/sg

des Colloquium politicum unter
www.studiumgenerale.uni-freiburg.de/cp

Das gedruckte Programmheft liegt ab sofort unter anderem in den Gebäuden der Universität Freiburg, in Freiburger Buchhandlungen und im Büro des Studium generale in der Belfortstraße 20 aus.

Anmeldungen für Seminare und Exkursionen über das Büro des Studium generale bei Rainer Dausch:

 

Medienkontakt:

Hochschul- und Wissenschaftskommunikation
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-4302